Entwicklung der FBG

 

Aus den Anfängen der FBG

Die Gründungsversammlung der Freien Bürgergruppe Simmern e.V.  fand am  21. Januar 1989  statt.
Die Versammlung beschloss eine zuvor ausgearbeitete Satzung und veranlasste die Eintragung des Vereins beim Amtsgericht Montabaur.
Als Vorsitzende wurde Frau Antje Bertsch gewählt, Stellvertreter wurde Herr Richard Bertram.

Ziel und Zweck  der FBG ist nach §2 der Satzung die sachgemäße Vertretung der Bevölkerung im Ortsgemeinderat der Gemeinde Simmern durch eine Gruppe mitgliedschaftlich organisierter Bürger, die frei und unabhängig von Parteibindungen arbeiten. Deshalb wurde im § 3 festgelegt, dass Mitglied in der Freien Bürgergruppe Simmern e.V. nur werden kann, wer kein Mitglied einer Partei oder einer anderen Wählergruppe der Ortsgemeinde Simmern ist.

Hervorgegangen ist die FBG im Wesentlichen aus den führenden Mitgliedern der „Bürgerinitiative Grundschulerhaltung Simmern / Kadenbach“, die in den Jahren  1985 / 86  für eine zukunftweisende Schul- und Kindergartenkonzeption in den Augstgemeinden gekämpft hatten.
Auslöser für diese Bürgerinitiative, die damals das ganze Dorf erfasste, war ein von der CDU-Fraktion im Simmerner Gemeinderat unter Führung von Exbürgermeister Anton Schneider bei der Verbandsgemeinde-verwaltung Montabaur eingereichter Antrag auf Auflösung der wohnortnahen Grundschule in Simmern.
Die Erkenntnis, dass man als Bürger den politischen Gremien gegenüber machtlos ist, auch wenn man die besseren Argumente hat, veranlasste die enttäuschten Eltern aus dieser Zeit zur Gründung der FBG , um in Zukunft die Geschicke der Gemeinde Simmern aktiv mitzugestalten.

Zur Ortsgemeinderatswahl am 18.Juni 1989 reichte die  FBG  neben den alteingesessenen Parteien CDU und SPD erstmals einen Wahlvorschlag ein. Die  FBG  errang direkt  3  der  15  Sitze im Ortsgemeinderat. Mit Richard Bertram FBG als 1. Beigeordneten und Bürgermeister Erich Schmidt von der SPD trat die FBG in die verantwortungsvolle Aufgabe der Gemeindeverwaltung von Simmern ein.

Bei den Gemeinderatswahlen am 12. Juni 1994 verlor die FBG einen ihrer drei Sitze an die SPD . Die erfolgreiche Zusammenarbeit von FBG und SPD in der Gemeindeverwaltung wurde fortgesetzt, viele in der ersten gemeinsamen Periode begonnenen Projekte wurden fortgeführt und beendet. Als hervorragendes Beispiel sei hier nur der Rad-Fußweg von Simmern nach Vallendar genannt.

Die Mitgliederzahl in der FBG stieg langsam aber stetig, so dass die FBG zur Kommunalwahl 1999 mit einer an Persönlichkeiten starken Liste mit 6 Kandidatinnen und 10 Kandidaten zum ersten Mal antreten konnte.